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Der Flamenco wird unterteilt in 38 verschiedene Gattungen.
Sie unterscheiden sich grundlegend im Takt, Rhythmus und Stimmung,
das Spektrum ist breit und reicht von tiefer, trostloser Verzweiflung
bis zu heiterer, explosiver Lebensfreude. Die wichtigsten sind:
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Alegrías:
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Die Alegrías sind ein heiterer und dynamischer Cante und
Baile mit viel Anmut, es heisst, einer ihrer Vorfahren war die aragonesiche
"Jota", ein dem Flamenco nicht verwandter heiterer Volkstanz. Ihre
Texte handeln vielfach von Meer und Seefahrt. Alegría bedeutet
Freude.
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Bulerías:
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Diese verbreitetste Form wird gesungen und getanzt. Mit witzigen
und überraschenden Einlagen. Verschiedene Theorien besagen,
die Bulerías sei aus der Soleá entstanden oder aus
Alegrías. Sie ist ein "cante festero" (fröhlicher, festlicher
Cante), hat aber durchaus auch Jondo-Elemente und erfordert einen
hohen Grad an Rhythmusgefühl. Heute ist die Bulerías
fast so etwas wie ein Favorit, da sie sehr anpassungsfähig
ist und viel Improvisation erlaubt.
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Fandango de Huelva
(Fandanguillo):
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Der Fandango kommt vor allem aus Huelva. Er ist eher der Volksmusik
zuzuordnen, ebenso wie die Sevillanas. Sehr alte Flamenco-Form mit
arabischen und nordspanischen Einflüssen.
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Tangos:
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Die Tangos folgen nicht, wie die meisten Cantes, einem Zwölfertakt,
sondern ihr Compás hat vier Schläge, ebenso wie der
von Tientos, Tarantos, Rumba und Colombiana (die letzten beiden
gehören nicht direkt zum Flamenco, sondern sind "cantes de
ida y vuelta" - südamerikanisch beeinflusst). Tangos bilden
zusammen mit Siguiriya, Soleá und Toná einen der vier
Eckpfeiler des Flamenco. Es sei ausdrücklich betont, dass sie
nichts mit dem argentinischen Tango gemeinsam haben.
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Tientos:
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Die Tientos haben sich aus den Tangos entwickelt und sind im Gegensatz
zu diesen langsam und getragen, sie gehören zum Cante grande.
Der Tanz ist, wie auch die Siguiriya, schwierig zu interpretieren,
da wirkliche Begabung für Ausdruck unerlässlich ist.
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Siguiriya:
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Tieftrauriger Gesang, Höhepunkt des Flamenco-Gesangs und klassischer
Flamenco-Tanz. Der Cante ist von explosiver Kraft, voll Wut und
Trauer. Heutzutage wir die Siguiriya auch getanzt, was früher
nicht der Fall war. Der Tanz, wie der Cante, erfordert höchste
Ausdruckskraft und Persönlichkeit des Interpreten.
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Farruca:
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Ursprünglich ein ernster Männertanz, viel Fussarbeit,
wird von Frauen in Hosen getanzt
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Soleá:
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Vielfach wird sie als "Königin" des Flamenco bezeichnet -
und sie ist majestätisch und von verhaltener Kraft.
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Martinete:
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Klagegesang, stammt aus den Zigeuner-Schmieden von Triana, wir
nur gesungen, akzentuiert von Schlägen auf den Amboss
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Toná:
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Sie wird als älteste Form des schon als Flamenco bekannten
Cante angesehen
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Die Flamenco-Schülerin Maya Ackermann hat im Rahmen einer
Schulschlussarbeit nachfolgenden Beitrag über die Geschichte
des Flamenco erarbeitet.
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